Taggeldversicherung

Die Taggeldversicherung zahlt im Gegensatz zur Spitaltaggeldversicherung auch bei Krankheiten oder Unfällen die nicht mit einem Spitalaufenthalt enden. Sie dient hauptsächlich dazu, die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers so zu ergänzen, dass der Versicherte seine Rechnungen weiterhin bezahlen kann.

Gesetz – Was ist die gesetzliche Grundlage?

Die Deckungen sind in den Bestimmungen des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG), den allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB) und den Zusatzbedingungen (ZB) geregelt.

Wo ist der Geltungsbereich der Versicherung?

Die Deckung gilt weltweit, die versicherte Person muss jedoch einen Wohnsitz in der Schweiz haben.

Welche Leistungen sind versichert?

Versichert ist ein Taggeld, meistens zwischen CHF 10.- und CHF 300.- / Tag welches nach der vereinbarten Wartefrist ausbezahlt wird. Die üblich wählbaren Wartefristen sind 3, 7, 14, 21, 30, 60, 90, 120, 150, 180, 240, 270 oder 360 Tage. Die Leistung wird während maximal 730 Tagen ausbezahlt. Anschliessend erlöscht die Versicherung.

Ausschlüsse – Wann zahlt die Taggeldversicherung nicht?

Auch die Taggeldversicherung kennt Ausschlüsse, diese sind jedoch nicht sehr strikt und sind daher relativ kundenfreundlich ausgestaltet. Hier die gängigsten Ausschlüsse der Taggeldversicherung:

  • Vorsätzlich begangene Verbrechen
  • Kriegerische Ereignisse
  • Erdbebenbedingte Leistungsansprüche
  • Leistungen infolge Wagnissen
  • Leistungen infolge Nichtbefolgung einer Anordnung eines Arztes
  • Teilnahme an Schlägereien (ausser als unbeteiligter der Hilfe leistet)
  • Leistungen aufgrund kosmetischer, medizinisch nicht notwendigen Leistungen

Mögliche versicherte Schadenbeispiele:

  • Hans Muster erleidet einen Bandscheibenvorfall und wird nach der Operation für zwei Monate krankgeschrieben. Nach Abzug der vereinbarten Wartefrist zahlt die Versicherung das vereinbarte Taggeld aus.
  • Ein Burnout zwingt Sie zu einer sechsmonatigen Pause, in dieser Zeit können Sie nicht arbeiten und sind krankgeschrieben.

Tipps zur Taggeldversicherung

  • Prüfen Sie ob die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers nicht bereits genug hoch ist, sodass Ihre Lebenshaltungskosten gedeckt sind. Falls dies nicht der Fall ist, koordinieren Sie die Taggeldversicherung mit der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers.
  • Bedenken Sie, dass die Taggeldversicherung nur zwei Jahre lang Leistungen erbringt. Sie bietet daher keinen langfristigen finanziellen Schutz.
  • Meist ist eine unterschiedliche Taggeldhöhe für Krankheit und Unfall empfehlenswert, da man bei Unfall in der Regel wesentlich besser abgedeckt ist. Es kann auch darauf herauslaufen, dass man zwei Verträge abschliesst.
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