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Der Begriff Riskmanagement hat zwei Bedeutungen.

  • Die umfassende Bedeutung beschreibt Riskmanagement als Prozess, welcher in fünf Schritten verläuft.
  • In der engeren Bedeutung geht es im Riskmanagement um den Entscheid von Sicherungsmassnahmen. Die Sicherungsmassnahmen werden in vier Stufen unterteilt.

 

Die fünf Schritte des Riskmanagements

  1. Ziele hinterfragen
  2. Gefahren erkennen
  3. Gefahren bewerten
  4. Über Sicherungsmassnahmen entscheiden
  5. Überwachen

 

1. Ziele hinterfragen

Zuerst muss definiert werden, was überhaupt erreicht werden soll. Ziele müssen so exakt wie möglich bestimmt sein, um Gefahren besser zu erkennen.

 

2. Gefahren erkennen

Welche Gefahren könnten die Erreichung des Ziels verhindern?

Um möglichst alle Gefahren zu erkennen, ist es wichtig, sich genügend Zeit zu nehmen oder sogar einen Experten mit einzubeziehen. Denn es gibt Gefahren in verschiedenen Erscheinungsformen

  • Offenkundige Gefahren
  • Versteckte Gefahren
  • Verdrängte Gefahren
  • Unbekannte Gefahren

Offenkundige Gefahren werden oft schnell erkannt. Jedoch sind die letzten drei Erscheinungsformen sehr oft die bedrohlichsten Gefahren.

 

3. Gefahren bewerten

Um alle erkannten Gefahren bewerten zu können, müssen zwei Fragen beantwortet werden.

  • Wie gross ist die Tragweite der Gefahren?
  • Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Gefahren eintreten?

Die zweite Frage kann mit der Statistik beantwortet werden. Die Tragweite der Gefahren ist jedoch sehr individuell und hängt auch von der aktuellen Situation einer Person ab. Je nach Alter, finanzieller Situation, Beruf und Gesundheitszustand könnte dieselbe Gefahr unterschiedlich eingestuft werden, da die Folgen je nach persönlicher Beurteilung und Situation schlechter oder besser weggesteckt werden können. Um die Tragweite zu bewerten, kann die folgende vierteilige Bewertungsskala verwendet werden.

  • Kleinrisiko
    Die Zielerreichung wird nicht durch die Folgen beeinträchtigt.
  • Mittleres Risiko
    Mit zusätzlicher Anstrengung werden die Folgen bewältigt und das Ziel kann immer noch erreicht werden.
  • Grossrisiko
    Die Zielerreichung ist ernsthaft gefährdet.
  • Katastrophenrisiko
    Das Ziel wird nicht mehr erreicht. Die Folgen sind existenzbedrohend.

 

4. Sicherungsmassnahmen – Die vier Stufen des Riskmanagements

Wie gehen wir mit den Gefahren um? Dafür entscheiden wir über folgende vier Stufen von Sicherungsmassnahmen.

  • 1. Stufe: Risiko vermeiden
    Vollständig oder teilweise auf das gesetzte Ziel verzichten.
  • 2. Stufe: Risiko vermindern und begrenzen
    Gefahrenverhütung und Schadensbegrenzung (z.B. beim Autofahren den Sicherheitsgurt tragen oder Schleuderkurse besuchen)
  • 3. Stufe: Risiko abwälzen
    Mit dem Abschluss einer Versicherung, können die finanziellen Folgen abgesichert werden.
  • 4. Stufe: Risiko selbst tragen

 

5. Überwachen

Unsere persönliche Situation kann sich laufend verändern. Wir haben andere Ziele oder wir bewerten gewisse Gefahren anders. Aus diesem Grund ist Riskmanagement ein dauernder Prozess.

 

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