Finanzielle Absicherung bei Invalidität

Neben Tod und dem erreichen des AHV Alters ist die Invalidität das dritte Risiko im Bereich der Vorsorge. Bei Invalidität sehen zum einen die 1. Säule aber auch die 2. Säule Renten für Hinterbliebene vor. Wie hoch diese sind, hängt unter anderem vom Einkommen und dem Invaliditätsgrad ab. Im folgenden Beitrag finden Sie die wichtigsten Informationen.

Berechnung des Invaliditätsgrades

Der Invaliditätsgrad wird wie folgt berechnet:

Einkommen ohne Invalidität 60’000.- Franken
Invalideneinkommen 20’000.- Franken
Erwerbsausfall 40’000.- Franken
Invaliditätsgrad 67% (gerundet)
100×40’000.-/60’000.- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente

So kann es sein, dass man trotz eines Schweren Rückenleidens keine IV-Rente erhält, da man nun anstatt auf der Baustelle im Büro arbeitet und den gleichen Lohn bzw. nicht mehr als 39% Einkommenseinbusse aufweist.

Renten und Rentenhöhe bei Krankheit

Das Gesetz regelt die Rentenhöhe welche einem bei einer Invalidität zustehen.

1.  Säule

Die Rentenhöhe aus der 1. Säule bemisst sich am Invaliditätsgrad sowie des bisherigen AHV-Lohnes.
Die Nachstehende Tabelle zeigt, welche Rentenansprüche mit welchem Invaliditätsgrad geltend gemacht werden können.

Invaliditätsgrad Rente
0-39% kein Rentenanspruch
40-49% Anspruch auf eine Viertelrente
50-59% Anspruch auf eine halbe Rente
60-69% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente
70-100% Ganze Rente
Die AHV-Rente liegt zwischen 14’100.- Franken und 28’200.- Franken / Jahr, je nach bisherigem Durchschnittseinkommen.

Die Bedingungen für den Erhalt einer Witwen-, Witwer-, oder Waisenrente, finden Sie im Beitrag zur 1. Säule.

2.  Säule

Auch die Rente aus der 2. Säule ist vom Einkommen abhängig. Die Bemessung des Invaliditätsgrades bemisst sich analog zur 1. Säule.

Invaliditätsgrad Rente
0-39% kein Rentenanspruch
40-49% Anspruch auf eine Viertelrente
50-59% Anspruch auf eine halbe Rente
60-69% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente
70-100% Ganze Rente

Renten und Rentenhöhe bei Unfall

Bei Unfall besteht eine bessere Abdeckung als bei Krankheit. Die Leistungen werden aus der Unfallversicherung erbracht. Die Leistungen sind im Unfallversicherungsgesetz (UVG) geregelt.

UVG

Die Rentenhöhe bemisst sich am versicherten UVG-Lohn des Versicherten. Dir versicherte Maximallohn beträgt seit 2016 148’200.- Franken pro Jahr.
Maximum 118’560.- (80%)

Somit beträgt die UVG-Lohnrente im Maximum 118.560.- / Jahr.

Unterschiede je nach Zivilstand

Im Falle einer Invalidität bei Unfall spielt der Zivilstand keine Rolle, ganz im Gegenteil zum Todesfall.

Fazit und Empfehlung

Wie Sie evt. bereits festgestellt haben, besteht generell bei Unfällen eine bessere Abdeckung als bei Krankheiten. Personen mit einem höheren Lohn als dem Maximallohn (148’200.- Franken) sollten sich dennoch Gedanken machen, ob Sie mit 80% und somit maximal 118’560.- den gewünschten und gewohnten Lebensstandard fortführen können.

Gerne können Sie uns Ihren IK Auszug, sowie Ihren Pensionskassenausweis für eine unverbindliche und kostenlose Analyse zustellen.