Berufliche Vorsorge (BVG)

Die berufliche Vorsorge (BVG) der Schweiz sorgt nicht nur für eine Altersrente, sondern bietet den Arbeitnehmern auch finanziellen Schutz bei Tod (für die Hinterbliebenen) und Invalidität (für die betroffene Person sowie ihre Angehörigen). Die Leistungen werden heutzutage nicht nur aus Versicherungssicht immer wichtiger, sondern sind für viele Mitarbeiter auch bei der Wahl des Arbeitgebers ein entscheidendes Kriterium.

Ab welchem Lohn ist BVG obligatorisch?

Die Berufliche Vorsorge ergänzt die AHV und IV. Sie ist obligatorisch für alle Arbeitnehmenden, die bei der AHV versichert sind und im Jahr mehr als CHF 21’330.- brutto bzw. CHF 1777,50 im Monat verdienen.

Für wen ist BVG nicht obligatorisch?

Nicht obligatorisch zu versichern sind folgende Arbeitnehmer (Stand 2017):

  • noch nicht AHV-Beitragspflichtige (Beitragspflicht beginnt am 1. Januar nach dem 17. Geburtstag)
  • bereits im ordentlichen Rentenalter (Frauen ab 64, Männer ab 65 Jahren)
  • Bruttoeinkommen nicht höher als CHF 21’330 im Jahr bzw. CHF 1777,50 im Monat
  • angestellt bei nicht AHV-beitragspflichtigem Arbeitgeber
  • befristeter Arbeitsvertrag für höchstens drei Monate
  • im Hauptberuf selbständig erwerbstätig
  • nebenberuflich tätig und bereits für eine hauptberufliche Erwerbstätigkeit obligatorisch versichert
  • invalid mit einem IV-Grad von mindestens 70 %

Wie setzt sich die BVG Prämie zusammen?

Die Prämie für die berufliche Vorsorge (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen-und Invalidenvorsorge, BVG) setzt sich im Grunde aus den folgenden drei Komponenten zusammen:

  • Sparprämie (BVG-Altersgutschriften)
  • Risikoprämie (Tod, Invalidität)
  • Verwaltungskosten (Durchführungskosten)

Wer bezahlt die BVG Prämie?

In der Praxis wird die Prämie vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen übernommen, wobei der Arbeitgeber mindestens 50% der Prämie übernehmen muss.

BVG Schadenbeispiel

Ein Mitarbeiter stirbt nach einem Autounfall und hinterlässt seine Frau und Kinder. Von der Pensionskasse erhält die Witwe lebenslang eine Ehegattenrente. Zudem erhält sie für ihre Kinder eine Waisenrente bis zum 18. Lebensjahr. Befindet sich eines der Kinder in einer Ausbildung, besteht sogar Anspruch auf eine Waisenrente bis zum 25. Lebensjahr.